Bezirke
Wels LandVoecklabruckUrfahr UmgebungSteyr LandSchärdingRohrbackRiedPergLinz LandKirchdorfGrieskirchenGmundenFreistadtEferdingBraunauWelsSteyrLinzX Schliessen
gruene.at
Navigation:

Leitbild & Programm

Das Leitbild der Grünen Frauen OÖ


Frauen wollen Lebensqualität!

Gut bezahlte Arbeit und finanzielle Unabhängigkeit, eigenständige Existenzsicherung in der Pension, Weiterbildung, Erfolg im Beruf, individuelle Lebensplanung ohne Rollenklischees, mit oder ohne Familie: Lebensqualität ist für jede Frau und in jedem Lebensabschnitt individuell definiert. Für uns Grüne heißt Frauenpolitik daher, Chancen und Perspektiven für Frauen verbessern – Diskriminierungen beseitigen, Gleichstellung herstellen:

Wenn nicht gegengesteuert wird, geht die Einkommensschere zwischen Frauen und Männern weiter auseinander

Wirtschaftsprognosen zufolge werden in Oberösterreich bis zum Jahr 2008 gegenüber dem Jahr 2000 36.800 zusätzliche Arbeitsplätze entstehen. 30.800 davon für Frauen. Die Hälfte der zusätzlichen Beschäftigungsverhältnisse für Frauen sind allerdings von niedrigem Einkommen, hohem Teilzeitanteil und geringen Aufstiegsmöglichkeiten gekennzeichnet. Dazu kommen oft noch schlechte Arbeitsbedingungen und ungünstige Arbeitszeiten.

Gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit

Die meisten dieser Niedriglohnsektoren, z.B. persönliche Dienstleistungen, sind entweder direkt oder im Nahbereich der öffentlichen Hand angesiedelt. Eine bessere Entlohnung, die dem Wert dieser Arbeit entspricht, ist also durchaus politisch machbar – sie muss nur gewollt werden. Ebenso liegt die Vergabe von leitenden Positionen im unmittelbaren Entscheidungsbereich des Landes OÖ.

Abschaffung der Gläsernen Decke und Bindung öffentlicher Mittel an Frauenförderung

Wir Grüne stehen dafür, dass endlich für Einkommensgerechtigkeit gesorgt wird und Leitungsfunktionen tatsächlich mit Frauen besetzt werden. Förderungen und Auftragsvergaben an Betriebe und Organisationen müssen an Frauenförderungsmaßnahmen geknüpft sein! Die Hälfte von Macht, Geld, Jobs und Zeit den Frauen, die Hälfte der Betreuungs- und Pflegearbeit den Männern!

Beruf und Betreuungsverantwortung für Frauen und Männer

Die heutige Arbeitswelt erschwert es Menschen, Berufstätigkeit und Betreuungsverantwortung miteinander zu verbinden. Arbeitszeitverkürzung, das Grüne Karenzmodell, sowie ein umgestaltetes Arbeitsrecht fördern die Vereinbarkeit und die Beteiligung von Männern bei der Familienarbeit. Natürlich müssen auch qualitative Kinderbetreuungseinrichtungen für alle Altersstufen so wie vielfältige mobile Dienste für alte Menschen selbstverständlich auch im ländlichen Raum vorhanden sein.

Wir brauchen keine Feigenblätter und keine Lippenbekenntnisse

Auf Initiative der Grünen wurde Gender Mainstreaming in der OÖ Verfassung verankert; es gibt ein Institut für Frauen- und Geschlechterforschung an der Universität Linz und wir haben Gleichbehandlungsgesetze. Es gibt also optimale Voraussetzungen, dass Frauenpolitik für alle Frauen – ob mit oder ohne Kinder, ob mit oder ohne PartnerIn, ob in der Stadt oder auf dem Land endlich umgesetzt wird!

Geschlechtssensible Gesetze und Budgets

Bei der Erstellung von Gesetzen und öffentlichen Budgets müssen die Auswirkungen auf Frauen bedacht und die Gleichstellung von Frauen und Männern gefördert werden. Sparmaßnahmen im Sozialbereich beispielsweise gefährden Frauenarbeitsplätze und bewirken, dass Betreuungs- und Pflegearbeit wieder verstärkt auf den Schultern von weiblichen Angehörigen lastet, und zwar zum Nulltarif. Wir brauchen ein starkes soziales Netz, das endlich allen Frauen Sicherheit bietet.

Eigenständiger Pensionsanspruch für alle Frauen

Die Grünen treten für ein Grundpensionssystem – eine eigene Pension für alle Menschen ein, unabhängig von Erwerbsarbeit oder Familienstand. Damit wird Altersarmut und Abhängigkeit von einem Partner verhindert.

Existenzsicherung während Betreuungsphasen

Kinderbetreuungs- und Pflegearbeit wird nach wie vor überwiegend von Frauen geleistet. Ein flexibles Karenzkonto stellt sicher, dass betreuende Eltern in dieser Phase eine bedarfsgerechte Absicherung erhalten. Pflegearbeit muss angemessen bezahlt werden, eine allgemeine Grundsicherung schützt vor Armut.

Gleichbehandlung bei sozialrechtlichen Ansprüchen

Viele sozialrechtliche Ansprüche sind auf die typischen Lebensläufe von Männern ausgerichtet und benachteiligen Frauen. So erhalten etwa viele Frauen keine Notstandshilfe, weil das Einkommen ihrer Lebensgefährten "angerechnet" wird. Auch eine Verlängerung der Durchrechnungszeiträume im Zuge der Pensionsreform wird hauptsächlich die Frauen treffen, welche nicht durchgehend Vollzeit gearbeitet haben. Diese Ungerechtigkeiten müssen beseitigt bzw. verhindert werden.

Aktiv  werden.  Das  ist  Grün.  Banner  rechts.